Sie haben die Kündigung bekommen.
Was jetzt?
Ihr Plan für die ersten 48 Stunden — und die kommenden Wochen.
Erste Regel: Nicht in Panik reagieren
Sie haben die Kündigung bekommen — Schock, Wut, Existenzangst. Verständlich. Aber: Die nächsten 48 Stunden entscheiden, wie schnell Sie wieder auf den Beinen stehen. Ein kühler Kopf jetzt spart Ihnen Monate später.
Folgendes passiert oft: emotionale Reaktion → sofort LinkedIn-Post → panische Massenbewerbungen → falsche Entscheidungen. Besser: strategischer 48-Stunden-Plan → gezielte Schritte → schnellere Platzierung.
Was Sie in den ersten 2 Tagen tun müssen
Kündigungsschreiben prüfen
Kündigungsfrist korrekt? Abfindung erwähnt? Zeugnis-Formulierung? Sofort Anwalt konsultieren, wenn etwas unklar ist. Nach 3 Wochen wird's schwer.
Arbeitsagentur informieren
Spätestens 3 Tage nach Kündigungserhalt bei Arbeitsagentur melden — sonst droht Sperrzeit beim ALG. Online oder persönlich, Hauptsache: rechtzeitig.
Finanzen klären
ALG-Anspruch prüfen, Rücklagen checken, Ausgaben reduzieren. Sie brauchen 3-6 Monate Puffer — wie viel haben Sie tatsächlich?
Netzwerk aktivieren (diskret!)
NICHT öffentlich auf LinkedIn posten. Stattdessen: 5-10 enge Kontakte direkt anschreiben. "Ich orientiere mich neu — kennst du jemanden?"
Psychologische Erste Hilfe
Kündigung = Identitätsverlust. Sprechen Sie mit Vertrauten, nicht mit LinkedIn. Sie brauchen Stabilität, bevor Sie strategisch handeln können.
Strategische Neuausrichtung
CV & LinkedIn überarbeiten
Nicht nur aktualisieren — neu positionieren. Was ist Ihr Wertbeitrag? "Ich reduziere Projektrisiko um 30%" statt "20 Jahre Erfahrung." Narrativ schärfen.
Zielunternehmen identifizieren
Nicht 200 Bewerbungen, sondern 10-15 Zielunternehmen. Wo passt Ihr Profil wirklich? Wer sucht Ihre Expertise? Qualität vor Quantität.
Diskrete Direktansprache
Über Netzwerk oder Headhunter Zugang zu Entscheidern. NICHT öffentlich bewerben — diskret platzieren lassen. Portfolio-Mechanik: 3-5 Optionen parallel.
Erste Gespräche führen
Interview-Vorbereitung: Unternehmensrecherche, typische Fragen, Selbstpräsentation üben. Sie gehen vorbereitet rein — nicht improvisiert.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
1. Sofort öffentlich auf LinkedIn posten: "Ich wurde gekündigt, suche neue Herausforderung." = Signal an Arbeitgeber: verzweifelt, keine Optionen. Besser: diskret im Hintergrund arbeiten.
2. Massenbewerbungen ohne Strategie: 200 identische Bewerbungen = 195 Absagen. Besser: 10-15 Zielunternehmen mit individueller Ansprache.
3. Erste Angebot sofort annehmen: Panik = schlechte Verhandlungsposition. Besser: Portfolio-Mechanik (3-5 Optionen parallel), dann aus Stärke verhandeln.
4. Abfindung nicht verhandeln: Oft gibt Arbeitgeber mehr, wenn Sie geschickt verhandeln. Besser: Anwalt konsultieren, bevor Sie unterschreiben.
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